LYRIK

aran.

Es sind noch die Inseln im Atlantik, schon aber Projektionen über den Saum der Wahrnehmung hinaus. Eine arkadische Welt, in der Boote, Ruinen, Bäume, Menschen auf dem Grad zwischen sich und den Assoziationen, die sie hervorrufen, gemeinsam fragil schwanken.

Leseprobe aus „Aran“:

sitzender mann II

als ob er immer schon
dort sitzt er
mann

weißgetünchtes haus
fensterrahmen in meerblau
riedgedeckt
klappstuhl aus holz
klapptisch aus holz
leicht gesalzen
alles stimmt

reflexe auf glatter see
schillernd und
keine brandung herrscht

später
halb geschlossene augen
antworten blinzelnd lichtsignale
aus blinkendem wellenlicht
vom boot aus winkt einer
den kennt er


Stadtgedichte

Stadthaftes. In zwei Städten geschrieben sind es Zeichensetzungen, empörte, distanzierte, verzweifelte, ironische. Es ist eine Auseinandersetzung mit dem sinnlich erfahrenen. Es stehen sich Wahrnehmung und Assoziation zerrend gegenüber.

herbst vor berlin

drei birken
eine weide
der bach
und es ist herbst
vor berlin

häupter ragen über
bodennebel
segelnd die körper
leicht
der ast zittert im wind

drei birken
eine weide
der bach

ein radfahrer vermißt den horizont
von rechts von links
und
unter hufen bricht das unterholz
das jahr es geht

drei birken
eine weide
der bach