Über das Schreiben
Schreiben ist eine Reise, ein Abenteuer.
Im Alter von 17, 18 Jahren begann ich, meine Wahrnehmungen mit Worten zu bebildern. Lange Zeit bleiben sie im Verborgenen. Doch im Jahr 2001 verließen sie die Intimität eines literarischen Tagebuches und der erste Gedichtband Aran/Stadtgedichte erschien. Drei Jahr später folgten die Fados. Mich faszinieren an dieser portugiesischen Musik die zerbrechlichen Zwischenräume, die sie kreiert. Es sind aber keine Fado-Texte, sondern eher Versuche, die Atmosphäre unterschiedlichster Situationen nachzuzeichnen. So entstand auch ein Projekt gemeinsam mit dem Cellisten Benjamin Walbrodt: Mit unserem so unterschiedlichen Handwerkszeug begaben wir uns auf die Suche nach dem Fado.
Im Jahr 2009 schrieb ich CAFETIN DEL SUR. Es ist eine Tango-Collage. In einem kleinen Café in Buenos Aires wird mit den Mitteln des Schauspiels, des Tanzes, der Musik, des Puppenspiels, des Gesangs und der Malerei die Geschichte des Tangos und Inhalt seiner Texte erzählt. Dort folgten weitere Aufführungen des Cafetin del Sur, zuletzt im Rahmen des Festivals TANGONALE, dessen Programm ich auch koordinierte.
Dort wurde auch die Hommage an Carlos Gardel präsentiert. Es werden dort Ausschnitte aus Filmen von Carlos Gardel, in denen er Tangos singt, gezeigt und mit den von mir übersetzten Texten - musikalisch begleitet - gegenübergestellt. Das Projekt wurde und wird durch das Museo Casa Carlos Gardel in Buenos Aires unterstützt.
Quelle und Inspiration für die beiden Tango-Projekte war und ist mein verstorbener Freund und Tangolehrer Guido Katzky, dessen Biographie ich notieren durfte. |